Hoffen auf eine ruhigere und sorgenfreie Saison

Mittwoch, 11 September 2019

von Jürg Sigel - Südostschweiz

Hoffen auf eine ruhigere und sorgenfreie Saison

Nach einer Zittersaison in der MSL soll es beim EHC Chur sportlich ruhiger werden. Die auf vielen Positionen veränderte Mannschaft desneuen Trainers Tomas Tamfal verdient zwar Kredit. Ob es gelingt, sich aus der Abstiegszone fernzuhalten, wird sich aber erst zeigen müssen.

von Jürg Sigel

Wenn der EHC Chur seinen Anhang leiden lässt, dann tut er dies gründlich – wie in der vergangenen Eishockey- Saison. Der Stadtklub war dem Abstieg in die 1. Liga lange bedrohlich nahe. Zeitweise sprach nichts für eine Rettung. Doch am Ende durfte durch- und aufgeatmet werden. Der Klassenerhalt in der MSL, der dritthöchsten Schweizer Spielklasse, wurde im letzten Moment geschafft – auf typisch spektakuläre EHC-Chur-Weise.

«Unserer Linie treu geblieben»

«Eine solche Saison will ich lieber nicht noch einmal erleben», sagt Sportchef Andy Grothenn. Dazu beitragen, dass der EHC Chur eine ruhigere Meisterschaft erlebt, soll Tomas Tamfal. Ihn hat der Stadtklub als neuen Cheftrainer und somit Nachfolger des Russen Konstantin Kuraschew engagiert. Der 52-Jährige hatte zuletzt für den Swiss- League-Klub Ticino Rockets gearbeitet. Der Trainer ist neu, im Spielerkader gab es zahlreiche Mutationen. Gänzlich neu ist indes nicht alles. Grothenn: «Wir sind unserer Linie treu geblieben, indem wir weiter auf junge Spieler setzen. Und von diesen Akteuren haben viele reichlich Potenzial.» Das bestätigt auch Tamfal: «Es gibt solche, die können es in eine höhere Liga schaffen. Aber sie müssen geduldig bleiben und zuerst Erfahrungen sammeln.»

Zu den Spitzenteams in der MSL wird der EHC Chur nicht gehören. Zwar ist Oldie Andreas John nicht – wie viele vermutet hatten – zurückgetreten, sondern führt die Mannschaft im Alter von 38 Jahren als Captain weiterhin an. Das Durchschnittsalter der Equipe beträgt gleichwohl nur 22 Jahre. Tamfal weiss, dass bei einer derart jungen Truppe «nie eine Konstanz möglich ist, entsprechend ein Auf und Ab nicht zu verhindern sein wird.»

Auftakt mit drei Heimspielen

Der EHC Chur startet zwar gleich mit drei Heimpartien in die neue Saison, bekommt es jedoch mit starken Widersachern zu tun. Nach HCV Martigny am kommenden Samstag spielt Wiki- Münsingen (Samstag, 21. September) im Thomas-Domenig-Stadion, dann kommts am Mittwoch, 25. September, bereits zum ersten Derby gegen Aufsteiger Arosa. Auch der neue Cheftrainer ist sich des  appigen Startprogramms bewusst. Cool meint er aber: «Ich konzentriere mich nur auf unser Team, nicht auf die Gegner. Das wäre reine Zeitverschwendung. Es ist nämlich nicht wichtig, wie der Widersacher spielt. Der spielt ohnehin nur das, was wir ihm erlauben.» Wo genau der EHC Chur steht, weiss im Moment wohl niemand genau, «zumal», so Tamfal, «die Vorbereitungspartien kein Massstab sind».

Tamfal hätte gerne auch gegen gleich- oder höherklassige Gegner getestet. Seine Akteure hat er jedoch kennengelernt, und er attestiert seiner Mannschaft «viel Willen. Das ist eine unserer Stärken». Zudem stimme die Einstellung, und in den Trainings werde engagiert und intensiv gearbeitet. Ziele will der neue Trainer keine nennen – zumindest nicht öffentlich. Sicher ist aber: Der EHC Chur wird bestrebt sein, sich möglichst schnell aus der Abstiegszone zu entfernen. Ob dies gelingt? Unmöglich ist dies keineswegs, einfach wird

 

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